Griechenland in der deutschen Berichterstattung – ein Kommentar

„lhr griecht nix von uns!“ tönt es seit Jahren durch die BILDzeitungsrepubIik Deutschland.
Darüber, dass in Amphipolis, einst eine der wichtigsten makedonischen Städte, seit Monaten die größte erhaltene Tempelanlage der Antike ausgegraben wird; dass sich vor 70 Jahren Athen und damit Griechenland – und zwar als einziger Mittelstaat durch eigene Kraft – von der deutschen Besatzung befreiten und kurz darauf Winston Churchill persönlich nach Griechenland reiste, was zum Auftakt der Containment-Politik in Europa wurde; und dass die islamistische Bedrohung der Südostgrenze der NATO ein historisches Praezedens in der mohammedanischen Bedrohung der griechischen Grenze Europas vor einem Jahrtausend hat, die dann in Gestalt der Türkengefahr erst die europäische, dann die Weltpolitik ein halbes Jahrtausend lang dominieren sollte (weshalb noch einmal brach denn der Erste Weltkrieg, die ach so berühmte Urkatastrophe, aus?): über all dies liest man hierzulande – nichts.
Und dabei schreit man hier doch so gern am lautesten „Abendland!“

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